Grundlagen

Die allgemeinen Grundlagen des neuen Bildungsprogramms der Deutschen Jugendfeuerwehr greifen ihre Orientierungspunkte und Leitlinien auf. Es wird versucht, den eigenen Anspruch als Jugendverband und den gesetzlichen Auftrag der Kinder- und Jugendarbeit darzustellen und für die Betreuenden von Kindern und Jugendlichen Folgendes mit auf dem Weg zu geben:
- praxisrelevante Anregungen
- praxisnahe Ansätze
- praktische Tipps
Was dich hier unter Grundlagen erwartet:
Wir haben eine „Einleitung zum Einsatzauftrag: Mehr ausBILDUNG – Grundlagen für unsere Arbeit“ erstellt, welche eine sowohl praxisorientierte als auch wissenschaftlich fundierte Orientierung für Betreuende bietet.
Im Rahmen der allgemeinen Kinder- und Jugendarbeit in den Feuerwehren gilt es, Erfahrungsbereiche zu schaffen, die der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbstbestimmung förderlich sind. Bereits an dieser Stelle kommt der Teilhabe und den Rechten von Kindern und Jugendlichen eine erhebliche Bedeutung zu.
Ebenso erweisen sich zwei pädagogische Ansätze als maßgeblich für das neu konzipierte Bildungsprogramm. Handlungsorientierte Lernenmethoden, die es ermöglichen, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich selbst auszuprobieren, sowie eine Pädagogik der Vielfalt, die gemäß dem Leitspruch „Alle für einen – einer für alle!“ die Wertschätzung von Unterschieden in den Vordergrund stellt.
Um was geht's?
Einleitung zum Einsatzauftrag: Mehr ausBILDUNG – Grundlagen für unsere Arbeit
„Mehr ausBILDUNG“ zeigt, wie die Kinder- und Jugendfeuerwehr Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und feuerwehrtechnische Ausbildung verbindet. Das Programm fördert Selbstorganisation, Verantwortung und praktische Kompetenzen – von Brandschutzerziehung über Experimente bis zu internationalen Begegnungen. Praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert gibt es Orientierung für Betreuende und starke Lernräume für junge Menschen in den Feuerwehren. So werden Nachwuchsgewinnung, Demokratieerfahrung und digitale Medienkompetenz miteinander verknüpft, um Kinder und Jugendliche fit für gesellschaftliche Herausforderungen zu machen. Die Leitlinien des Bildungsprogramms werden hier im Einleitungskapteil näher beschrieben.
Erfahrungsräume für Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung gestalten
Ein zentraler Baustein der Kinder- und Jugendarbeit (der Feuerwehren und darüber hinaus) ist der Auftrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Letztlich soll dies in selbstbestimmten und selbstorganisierten Erfahrungsräumen erfolgen. Das Warum und Wie werden erläutert, aber auch welche Inhalte sinnvoll und erforderlich sind. Weiteres zum Baustein im Kapitel „Ohne Freiraum keine Jugendarbeit!“
Handlungsorientiertes Lernen – Eigene Erfahrungen machen und selbst ausprobieren
Als zweiter Baustein und als ein zentraler Bildungsansatz wird das „handlungsorientierte Lernen“ verstanden. Auch dies wird hier vorgestellt und vermittelt, wie es gelingt, in Gruppenstunden oder JF-Diensten dies als Betreuende anzuwenden und mit der jugendverbandlichen Zielsetzung und Praxis der Beteiligung (Partizipation) zusammenzubringen. Aufführliche Informationen zum Baustein im Kapitel „Handlungsorientiertes Lernen“.
Pädagogik der Vielfalt: Alle für einen – einer für alle!
Der dritte Baustein ist die Vielfalt oder auch die Pädagogik der Vielfalt. Schon immer waren Feuerwehren plural und die Kinder und Jugendlichen verschieden. Auf was es bei unterschiedlichen Mitgliedern ankommt, wie strukturell verschiedener Benachteiligung begegnet werden kann, wird ebenfalls mit anschaulichen Beispielen und praktischen Handlungsmöglichkeiten dargestellt.
Neben der Erläuterung des inklusiven Ansatzes der Pädagogik der Vielfalt und bedeutender Stichworte (wie Stereotype und Vorurteile, Diskriminierung oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit) werden in Zukunft noch verstärkt zielgruppenorientiert folgende Themen aufgegriffen: Geschlechter und Geschlechterverhältnis (Gender/Queer), „Integration“ hinsichtlich Migration/Herkunft/Kultur, soziale Unterschiede (Schicht/Klasse) sowie Inklusion (für und von Menschen und Mitgliedern mit Behinderung).
Hierzu werden im Kapitel Vielfalt & Pädagogik weitergehende Informationen gegeben!

Autorinnen und Autor
- Uwe Danker, Deutsche Jugendfeuerwehr
- Anica Gollub-Tigges, Thüringer Jugendfeuerwehr
- Diana Nikolaus, ehemals Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt